Donnerstag, 14. Oktober 2010

Danke für die schöne Zeit...

...warmes Wetter, keine Probleme, Lagerfeuer, Antilopenfleisch, billige Taxifahrten, endlose Weiten - dies war einmal. Nun sind wir wieder in der Heimat angekommen. Oder doch noch nicht richtig? 
Manche wurden sehr schnell an die "Realität" erinnert. Für den einen oder anderen gab es keine guten Nachrichten bei den Willkommensanrufen. Trotzdem sind wir alle froh unsere Familie und Freunde wieder bei uns zu haben. Denn gemeinsam kann man viele Dinge besser lösen.

(Fast) pünktlich kamen wir im Dresdner Hauptbahnhof an. Ein bisschen Schwund mussten wir verkraften. Susi flog ein paar Stunden später aus Kapstadt ab, um doch den einen oder anderen Groschen zu sparen, der zu diesem Zeitpunkt schon längst für Tiere, Bilder und anderen "afrikanischen Schnick Schnack" ausgegeben war. Unser Gepäck war erstaunlicherweise im Limit. Ja, es war sogar noch Luft.
Unser Flug ging von Kapstadt über Johannesburg, wo wir mehr als eine Stunde Aufenthalt im Flugzeug verbringen durften, weiter über die Ostküste Afrikas. Mit unseren Fensterplätzen war dies wieder einmal traumhaft. Flussdeltas, Gebirgszüge, kleine Städte, Küste, Waldbrände, Regenwald, Konvektionsbevölkerung um den Äquator herum - ein Traum. Außerdem gab es genügend Platz für jeden. Denn die Flugzeuge waren nur zu einem geringen Teil ausgelastet, so dass sich manche Fluggäste eine Viererreihe schnappten und so laut schnarchten, dass die Stuardess eingreifen musste. Ein weiterer Zwischenstopp in Abu Dhabi brachte noch ein letztes Mal Wüstenfeeling, bevor es vorbei an Bagdad, Isfahan, Budapest, Wien, Regensburg ging und wir nach einer Ehrenrunde auf der Landebahn in Frankfurt aufsetzten.

Die Zugfahrt verlief recht ruhig. Jeder war mit seinen Gedanken.. - wo eigentlich? Bei seiner Familie, bei den Elefanten, in der Wüste, bei einer hübschen Afrikanerin - vielleicht von allem ein bisschen:-) Die letzten Tage in Kapstadt waren noch einmal ein perfekter Abschluss. Mit der Tafelbergbesteigung begann der letzte Tag, es folgte ein letzter Shoppingrundgang und ein Rundgang durch die Waterfront. Den Sonnenuntergang über Kapstadt genossen wir von einen Segelboot aus im Atlantik, bei einem wüünzigem Schlüückschen "Champagner".
Vor allem für Undine, Julia und mich waren es so viele Erlebnisse und Erfahrungen, dass wir noch eine Weile brauchen werden, um alles zu verarbeiten. Gebt uns noch ein paar Tage, damit wir alle Nachrichten bearbeiten können.

Vielen Dank für die vielen Kommentare und Anrufe. Ihr könnt euch auf tolle Bilder und (weitere) Geschichten freuen!

Es drücken euch lieb

Julia, Undine, Susi, Lars und Erik 


Bilder

Solitaere/Namibia

Swakopmund/Jetty

Swakopmund

Etosha NP/Namibia


Greenmarket/Kapstadt

Kapstadt

Kap der guten Hoffnung



Kapstadt

Segelboot, Atlantischer Ozean/Kapstadt

Botswana
Okavango Delta/Botswana
Mokoro, Okavango Delta/Botswana

Freitag, 8. Oktober 2010

suedlicher geht nicht mehr

Liebe Gruesse vom Kap der guten Hoffnung!
Wir sind gut in der suedlichsten Stadt Afrikas angekommen. Der Flug war essensreich und angenehm. Hatten wir foermlich einen Privatjet. Denn von den 40 Sitzplaetzen waren gerade einmal 15 besetzt. So konnten wir Namibia und Suedafrika aus den Sitzen geniessen, die uns am besten gefallen haben. Leider ist der Himmel immer ein wenig diesig - wie auch schon die letzten Wochen. Aber durch eine relativ geringe Flughoehe konnte man fantastisch die endlosen Weiten betrrachten.
In Kapstadt angekommen, wurde der restliche Tag zum Stadtrundgang genutzt. Innenstadt, das WM-Stadion und die in den letzten Jahren komplett neu errichtete Waterfront (mit Einkaufspassagen und touristischem Schnick-Schnack) standen auf dem Programm. Abends ging es in die bekannteste Gaststaette -das Mama Afrika. Dort schmaussten wir Krokodil und alle moeglichen Antilopenarten bei Live-Musik.
Mit unserem Toyota Corolla (als Limousine) ging es gestern dann Richtung Kap. Wir sagten den Pinguinen "Guten Morgen" und auf dem Rueckweg den gesichteten Walen "Gute Nacht". Ein fantastischer Tag mit viel Bewegung, Sandstraenden, Tieren und einem Wind, der uns alle in straucheln kommen lies. Somit ist der zweite Begriff fuer das Kap der guten Hoffnung - das Kap der Stuerme - mehr als gerechtfertigt.
Auf dem Rueckweg gig es ueber den legendaeren Chapmens Peak entlang der Kueste wieder zurueck. Diese in den Fels gehauene Strasse ist so atemberaubend, dass selbst bekannte Automarken (aufgrund von "Konkurrenzgehabe" darf ich diesen Namen nur selten erwaehnen), bei dem es einen 1-er, 3er und 5er gibt, diesen fuer ihre Fernsehspots verwenden.

Waehrend unser "Carsalesman" gerade Ruehrerei herstellt, packen wir unsere sieben Sachen fuer Stellenbosch und Hermanus. Zwei Nachbarstaedte. Die erstere bekannt fuer ihren Wein, die letztere fuer ihre Wale. Erstere wird erfolgreich sein, die zweite hoffentlich auch:-)
Unseren letzten Tag werden wir mit dem Tafelberg, einer kleinen Segeltour und Souvenir-Shopping verbringen, abgerundet mit einem letzten Springbok-Steak.

Die naechste Nachricht werden wir euch persoenlich geben koennen.
Wir freuen uns auf euch! Seid lieb gegruesst!

Bis Montag

Julia, Undine, Susi, Lars und Erik

Samstag, 2. Oktober 2010

Back to basic

Da sind wir wieder im alten "deutschen" Namibia. Nach einer Wanderung in den Naukluftbergen, einem Sonnenaufgang auf den Duenen der Namib und einen Erholungstag in Solitaere, sind wir am Meer angekommen - in Swakopmund. Heute wird gepflegt ins Restaurant gegangen und morgen geht es weiter Richtung Etosha. Auch wenn es mittlerweile das vierte Mal fuer mich ist, Lars und Susi kennen ihn noch gar nicht und was ist Namibia ohne Etosha? Das gleiche wie Swakopmund ohne Meer! Also wird die "reingefahrene" Zeit dafuer verwendet.
Auch wenn fuer die beiden der Urlaub erst losgegangen ist, so denken wir drei schon so langsam aber sicher an zu Hause. Die To-Do Listen sind bereits geschreiben und man ueberlegt, was man denn alles noch aus dem Rucksack hierlasssen koennte, damit auch alles neu gekaufte irgendwie ins Flugzeug passt. Am 6.10., 7 Uhr werden wir dann ein weiteres Mal ein Flugzeug besteigen - mit dem Ziel: Kapstadt.

Mittlerweile habe auch ich eine neue Seite an Namibia kennengelernt. Gewitter, Wolken, Regen! Auch fuer die Einheimischen fuer diese Jahreszeit unverstellbar. Aber wir hatten ihn. Meine geographischen Freunde noerdlich des 50. Breitengrades (n.B.) koennen damit die Auswirkungen des Klimawandels ein weiteres Mal diskutieren.

Die letzten Tage haben wir alle sehr genossen. Wir koennen es nun endgueltig Urlaub nennen. Zumal die letzten 230 km Sandpiste heute heil ueberstanden sind. Unseren guten Toyota H-1 Bus mussten wir bereits auf dem Weg nach Botswana in einen Toyota Quantum Bus umtauschen. Letzterer ist praktischer, aber unkomfortabler. Naja, hat uns aber dafuer ohne platten Reifen durch zwei Laender geschaukelt.
Mal sehen, ob wir die "gesehen-Tierliste" in den naechsten vervollstaendigen koennen, gestern ist zumindest Kamel und Tromedar hinzu gekommen, auf dem unsere Damen einen Reitausflug getaetigt haben.

Damit nur die notwendigsten Infos!
Uns geht es allen gut. Auch Lars ist wieder gesund. Die einheimische Medizin (Windhoek-Lager) und das Klima hatten dabei erheblichen Einfluss.

Seid lieb gegruesst!

Julia, Undine, Susi, Lars und Erik

Dienstag, 28. September 2010

Ueber den Wolken....

Zeitig frueh sollte es losgehen da wir einen langen Weg vor uns hatten. Unser Ziel hiess Botswana. Nach einem anstrengenden Fahrtag erreichten wir eine kleine Farm auf der wir unsere Zelte aufschlugen. Die Besitzer begruessten uns ganz herzlich und gaben uns Feuerholz und Biltong. Trotz fehlendem Strom waren wir in der Lage am Lagerfeuer Essen zu kochen (wie im Abenteuerfilm). Am naechsten Vormittag begaben wir uns auf den Weg nach Maun. Dies ist die Anlaufstelle im Okavango-Delta um Safaris usw. zu unternehmen. Unsere Unterkunft befand sich direkt am Fluss - sehr romantisch. Um keine Zeit zu vergeuden entschieden wir uns noch am selben Tag fuer einen Rundflug(Propellermaschine nur fuer uns fuenf) ueber das Delta. Aus der Luft sahen wir: Elefanten, Giraffen, Zebras, Nilpferde und eine atemberaubende Landschaft. Etwas Angst bekamen wir als wir von oben die kleinen Baumboote(Mokoros) sahen. Der Angst zum Trotz entschieden weer uns am naechsten Tag selbst eine Tour mit solchen Morokos zu unternehmen. Zu eurer Beruhigung koennen wir nur sagen: es war absolut entspannend und ungefaehrlich. Leider blieb uns der Blick auf ein Hippo verwaerht. Dafuer sahen wir viele Elefanten, vers. Voegel und viele, viele Insekten. Heil wieder an der Lodge angekommen, assen wir entspannt in unserer Lodge am Fluss ein Rumpfsteak. Heute fuhren wir dann wieder zurueck nach Windhoek und ihr duerft raten wo wir mal wider schlafen!? Genau: in der euch schon bekannten Card Board Box. Morgen fahren wir in die Naukluftberge um dort eine Wanderung zu machen.
Seid alle lieb gegruesst, eure Afrika - Gang

Samstag, 25. September 2010

alle vereint

Aus drei, mach funf. Lars und Susi sind nach angenehmen Flugstunden gut in unseren Handen angekommen.
Unser neues Auto (ein viel zu neuer und gut ausgerusteter Toyota H-1 Bus mit allem moglichen Schnickschnack und Lederausstattung) wird uns heute nach Botswanan tragen. Dort gibt es eine feste Unterkunft mit gefuhrten Touren. Wir werden in 5 Tagen wieder in Namibia sein. Seid also nicht besorgt, wenn in dieser Zeit keine Meldung erfolgt.
Im Nachhinein war der Norden so wenig namibisch, dass wir uns selbst in Windhoek wieder an andere - vielleicht normalere?;-) -Gegebenheiten gewoehnen mussten. Man sieht wieder viele viele "helle" Menschen und Touristen.

Die anderen sitzen bereits am Fruehstueckstisch,

uns geht es allen sehr gut. Der Urlaub kann losgehen!

Seid alle lieb gegruesst!

Donnerstag, 23. September 2010

und da wars auch schon vorbei

und schon sind sie um: vier Wochen Arbeitszeit! Alle befinden sich bereits im "afterwork", ausser Julia & Undine, welche noch alibimassig durch das KH laufen und noch ein paar organisatorische Dinge erledigen . Lars ist unterwegs, Susi, schatze ich, auch. Kommt gut an, trinkt nicht zu viel im Flugzeug und befolgt einfach meine vorher gesendeten Anweisungen:-)

Der Urlaub kann beginnen. Es warten tolle Landschaften und Tiere, aber leider auch Touristen. Vier Wochen kaltes Duschen, die umklappbare Couch und die gleiche Landschaft -  endlich habe ich mein Zelt, meine Isomatte und meinen Sternenhimmel (ist im Norden einfach zu staubig) wieder!;-)

Sorry an alle, die langere Antworten auf ihre mails erwarten. Internet reicht nur fur das notwendigste. Die letzten drei Stunden war Stromausfall im ganzen Norden. Damit war fur mich eine weitere neue Erfahrung verbunden: selbst an grossen Ampelkreuzungen zahlt (wenn die Lichter ausgehen): wer zuerst kommt, malt (fahrt) zuerst. Aber!: in richtiger Reihenfolge jeglicher an die Kreuzung fahrenden Autos. Viel Spass bei vier Spuren und Abbiegern!

Liebe Gruesse
Erik

Dienstag, 21. September 2010

Dreimal werden wir noch wach...

Freitag fruh (geplant 5:30 Uhr) wird es Richtung Windhoek gehen und unsere Praktika werden wir hinter uns lassen. Die einen mit mehr Wehmut, die anderen (so wie ich) freuen sich auf das Zelt, den Urlaub und eine andere Landschaft. Wir konnen schon jetzt behaupten eine Menge erlebt, gesehen und gelernt zu haben. Man nimmt naturlich auch immer das als erstes wahr, was man nicht gewohnt ist. So erscheinen naturlich auch in den Berichten immer die kurisosesten Dinge und die alltaglichen fallen hinten runter. Nur weil die Menschen eine andere Hautfarbe besitzen, die Kleidung oftmals zerschlissener ist und eine (zum Teil) andere Lebenseinstellung vorherrscht, sind sie trotzdem keine Kriminellen. Dies ist die wichtigste Erfahrung, die man hier lernen muss! Besonders mir fallt das nicht so leicht. Eigentlich hatte ich gedacht, dass ich einen langweiligen Buroalltag habe und Julia & Undine einen Einblick in das Leben bekommen und einen grosseren Kontakt zu den einheimischen Menschen als ich. Die beiden wurden mir glaube ich zustimmen, wenn ich behaupte, dass es bei mir doch nicht so gekommen ist und es einfach toll war und ist, durch die Besuche bei Klienten direkt in das Leben der Einheimischen einzutauchen, deren Probleme zu erfahren und ihnen mit den einfachsten Dingen helfen zu konnen. Viele Menschen wollen lernen und arbeiten um erfolgreich zu werden. Leider arbeitet die Infrastruktur dagegen. Somit kommt es zu kontraren Eindrucken. Samstag waren wir in einer Art Altmarkt-Galerie shoppen, wahrend Schulkinder tanzen und Werbung fur die bevorstehenden Wahlen machen oder die Wachmanner jeden Artikel kennzeichen, den man mit in ein Geschaft nimmt, damit man ja nicht „klaut“.

Man merkt immer wieder, wie schnell wir von ausseren Eindrucken gepragt sind. Ist das oberflachlich? Ich denke jedenfalls, wenn man so neuen „Welten“ begegnet, wird man nicht -im positiven Sinne- „den Pudels wahren Kern finden“, sondern immer als Tourist zahlen und dadurch auch anders behandelt werden. Wir sind vielleicht nicht assimiliert, aber immerhin mittlerweile integriert. Oshakati ist keine Weltstadt, so kennen wir die meisten und die meisten uns. Man grusst sich, wechselt mal ein paar Worte und geht zusammen in die Kirche. Und das war der Hammer! Gut, der dauerte doppelt so lange wie ein deutscher - 3 Stunden! Habe damit also mein Zwei-Jahres-Pensum erfullt Meine Betreuerin Loide nahm uns mit. Die Eindrucke alle zu schildern, wurde einen Roman zur Folge haben. Aber es war wie im Film. Tanzen, singen, klatschen, viele Menschen ( ca. 500), viele Kinder,.... Ihr konnt euch nicht vorstellen was da abgeht. Es ist das Highlight der ganzen Woche. Die Damen in den tollsten Kleidern und Huten, die Herren im Anzug, die Kinder im Anzug und Kleidern und selbst die kleinsten! kommen als „Gigolos“ daher. Ganz cool in spitzen Lederschehen, Krawatte, Hande in den Taschen und einem Blick, der die Kirche fur junge Leute eine wichtigere Partnerplattform werden lasst als die Disco oder das Internet. Wir sind personlich begrusst, personlich verabschiedet und danach noch zu einer kleinen Tanz und Gesangsrunde eingeladen gewesen– naturlich mit einer Coke und einem Apfel! Also mehr afrikanische Wahrheit als es in Rosamunde oder Lindstrom jemals gezeigt worden ist. Danach holten wir uns in Bennies Entertainment Park noch einen leichten Sonnebrand fur 2 EUR Eintritt ab (also nicht ich, sondern die anderen beiden ). Und als ob ich es geahnt hatte, trafen wir einen alten Bekannten wieder: Ali Mohammed, der uns gleich Kuhlschrank, Auto und anderweitigen Plunder andrehen wollte (sieher alterer Bericht) und begeisteter Anhanger der unverheirateten Undine ist. Aber anscheinend hat er nicht mitbekommen, dass die Handynummer nicht stimmt, die ich ihm gegeben hatte. Aber er hat die letzten drei Wochen schwimmen geubt und kann es jetzt sogar. Da sind dem Pakistani sogar die Afrikaner voraus.

Weiterer Ablauf:

Am Mittwoch wird Auto gecleant! Donnerstag gepackt und nur halbtags gearbeitet und Freitag geht es nach Windhoek. Dort: meinen Bruder Lars und Susi in das Leben Afrikas einfuhren. Vier Tage im Okavango Delta in Botswana, danach zuruck nach Namibia in die Wuste Namib. Dann in Windhoek ein Bericht im Forum veroffentlichen, Flug nach Kapstadt und am funften Tag in Kapstadt „we will come back“! Mal sehen ob wir uberhaupt mit unserem Gepack einreisen durfen. Irgendwie kauft man viel zu viel (Schuhe, Wintersachen,..!)

Seid alle lieb gegruesst, euer Erik





Donnerstag, 16. September 2010

Wir haben noch nicht viele Bilder von uns selbst, hoffen dies aber schnell nachholen zu konnen

Viele Gluckwunsche und Gruesse erreichten uns

“Happy Birthday to you, Happy Birthday to you,…”, so begann der (vor)gestrige Tag fur Undine – unser Geburtstagskind. Dazu folgten Gluckwunsche auf Oshiwambo, ein paar kleine Geschenke, Luftballons und (viel zu susser) Kuchen mit Kerzen. Unser Fruhstuck war so schon, dass ich glatt zu spat zur Arbeit gekommen bin.
Den ganzen Tag klingelte das Handy und Undine (welche schon seit einiger Zeit bei der Anzahl der eingehenden Anrufe Carmen Konkurrenz macht) versuchte fleissig die letzten vier Wochen in jweils einem Telefonat unterzubringen.
Abends sind wir schoen gepflegt in die Ohandira Lodge gefahren und haben uns bereits zum zweiten Mal ein 400g Kudu-Steak schmecken lassen. Nachdem die Rechnung von unserem spendablen Geburtstagskind beglichen wurde, erfolgte der zweite – feuchtfrohlichere - Gang wieder daheim in unserer „Bude“. Aber 23 Uhr lagen wieder alle in ihren Kojen. Ich weiss auch nicht ob es an der Hohe liegt (immerhin ca. 1500m) oder ob die Kondition unserer Damen nachgelassen hat.
Ich mochte jedenfalls stellvertrend fur unser Geburtstagskind allen fur ihre Gluckwunsche danken, auch wenn Undine noch nicht alle e-mails oder ihr studivz-Account checken konnte.

Da ich mir sicher bin, dass auch einige Tanzer des Excelsior-Clans unter den Lesern sind, mochten wir euch alles Gute fur das bevorstehende WE wunschen! Lasst das Parkett brennen und fegt die anderen vom Platz (besonders an Markus & Jenny gerichtet;-). Marion und Sylvio sind wahrscheinlich mittlerweile hervorragend „mental gecouched“ und werden in Harmonie & technischer Excellanz uber das Harthaer Parkett schweben. Viel Erfolg an alle, auch an die „medizinischen Tanzer“ aus Leipzig! Lasst mal eure Eindrucke und Ergebnisse in einem Kommentar schildern.

Miroslaw (Erik)

Dienstag, 14. September 2010

Walelapo

So - nachdem, wie auch schon am gestrigen Tag der Strom ausgefallen ist und unsere schon geschriebene Zeilen weg sind, folgt nun der dritte Anlauf.

Es ist eine schwierige Aufgabe euch die Eindruecke und die taeglichen Geschehnisse hier wieder zu geben. Wo fangen wir am Besten an?
Vielleicht erstmal etwas Possitives: Jeden mittwoch Frueh macht eine amerikanische Aerztin eine Visite auf der AIDS und TBC Station. Sie bietet uns Studenten immer an daran teilzunehmen. So gingen wir letzten Mittwoch zusammen mit Carmen zu der sehr modern aussehenden Station. Jeder von uns erhielt eine Maske. Diese Masken machen die Arbeit nicht gerade einfach, denn sie sind wesentlich dicker als die normalen Mundschutzmasken und liegen wahnsinnig eng an. Ihr koennt euch vielleicht vorstellen, dass der Schweiss da nur so fliesst und das Denken extrem eingeschraenkt ist. Wir sind uns alle einig, dass diese Aerztin ein echtes Vorbild ist. So geht sie offen und freundlichen auf Schwester, Studenten und jeden(!)Patienten zu. Schritt fuer Schritt erklaerte sie uns die Herangehensweise bei der Diagnosestellung vieler Infektionskrankheiten. Wir sahen viele von den AIDS assozierten Krankheiten, die man sonst nur in Lehrbuechern findet. Diese Eindrucke sind nur schwer zu verarbeiten und sie werden uns ewig in Erinnerung bleiben. Fuer alle Mediziner: Karposi Sarkom, Wasting Syndrom, extrapulmonale Manifestation von TBC, Candida albicans.....
Man hat das Gefuehl das die Bevoelkerung kein Bewusstsein fuer das Problem AIDS hat - es gehoert hier einfach dazu.
Von Carmen, die wir ihr wisst, in der Paediatrie arbeit, erfuhren wir, dass fast jedes Kind HIV positiv ist. Genauso oft kommt es vor, dass die Kinder mit Tanten oder Omas anreisen, da die eigenen Eltern bereits an AIDS verstorben sind.
Bedenklich finden wir auch den Umgang mit dem Breitbandantibiotika Amoxicillin, mit dem fast alle Kinder versorgt werden und das bei der hohen HIV Rate und der Entstehung von Resistenzen.
Mittlerweile hat uns Dr. Ruben Nailonga von der "Langweile" befreit, denn er hat uns ein dickes Medizinbuch (englisch) ausgeliehen. Seit dem bekommen wir oefters Hausaufgaben! :)
Untersuchungstechnisch haben die Aertze haben die Aerzte hier die deutschen Aerzten einiges vorraus, denn hier wird sehr viel Wert darauf gelegt mit den eigenen Sinnen und Nachdenken solange zu hantieren bis man eine klare Indikationsstellung fuer eine Behandlung, Roentgen, CT usw hat. Vielleicht erscheint euch das jetzt amuesiant, aber mittlerweile koennen wir Brustuntersuchungen mit Lokalisationen von Knoten, Genitaluntersuchungen, Rektaluntersuchungen und Abdomen - U recht gut durchfuehren und auch unsere operativen Techniken verbessern sich zunehmend. So haben wir jetzt schon bei Knotenentfernungen aus der Brust, Hernien, Blinddarmentzuendungen, Biopsien, Punktionen und Abzessspaltungen assistiert bzw. es z.T. selbst durchgefuehrt.
Die Nahttechniken ueben wir mit unserem Reisenaehetui und einer Anleitung aus dem Internet, da wir auch das die naechsten Male selbst in die Hand nehmen sollen.
Ueber die Schwestern hier muessen wir immer wieder schmunzeln. So bereiten sie den Aerzten nicht wirklich etwas vor , ausser man sagt es ihnen konkret und mindestens drei Mal und auch dann scheint das Wort "schnell" hier eine andere Bedeutung zu haben. Auch die Aufgabenteilung ist etwas skuril: so sind in einem Arztzimmer 4 - 5 Schwestern, wobei eine fuers Telefon, eine fuers Schlafen, eine fuer die Anweisungen des Aerztes, eine fuer das Hereinbitten des naechsten Patientens und eine fuers Zeitunglesen verantwortlich ist.
Unseren Plan unsere letzten beiden Wochen in der Anaesthesie zu verbringen, haben wir aufgegeben, da wir uns in der Chirurgie einfach wohler fuehlen und mehr lernen.
Ach ja, im Vergleich zu Deutschland sieht man hier auch jeden Tag Patienten, die von ihrem Freund(in) geschlagen wurden, mit einem Messer attackiert oder angeschossen wurden.

Aufgrund der Einstellung vieler Menschen hier, ist die Umsetzung von durchaus bekannten Wissen (Hygiene, Puenktlichkeit...) schwierig. Interessant zu wissen ist allerdings, dass den Aerzten hier wesentlich mehr Respekt entgegen gebracht wird und sie somit eine wichtige erzieherische Funktion uebernehmen.

Trotz allem gefaellt es uns hier sehr gut, da die positive Ausstrahlung der Menschen vieles wegmacht.

Jetzt muessen wir schnell wieder in die Ambulance . Wir haben euch alle lieb, Julia und Undine

Mittwoch, 8. September 2010

Willkommen im Land des "maybe",

wir schrieben ja bereits, dass wir eine Menge neuer Freunde gefunden haben. Es wird also Zeit, dass wir sie euch einmal vorstellen. Als erstes ist der 7jahrige Sohn unseres Nachbarn aufzufuhren. Sein Name ist Owen und hat immer das richtige Timing, genau dann mit mir Fussball spielen zu wollen, wenn es gerade Essen gibt, ich lesen will oder anderweitige Dinge zu erledigen habe. Aber so komm ich wenigstens zu einer sportlichen Betatigung, nach der mein "Harem" noch vergeblich sucht. Dieser ist mittlerweile auf drei Damen angewachsen. Carmen ist unser viertes Familienmitglied und bringt uns allerhand schwabische Weisheiten bei:-) Sie tragt beim allabendlichen warmen Essen bereitwillig mit Annektoten aus der Petiatrie bei. Ihr wisst ja, dass es fur mich immer wieder ein Vergnugen ist, medizinische Themen wahrend des Abendessens zu erortern. Gestern gab es Kartoffeln mit Krauterquark (bzw. Frischkase oder wie Carmen mich verbessern wurde – Frischkeeeeeeese) und Hausmacher Leberwurst und Butter, gewurzt mit vorbeifahrenden Sargen (vor dem Fenster) und frischen Operationsgeschichten aus der Chirurgie und Petiatrie. Hat trotzdem geschmeckt, habe ja zum Gluck meinen Ipod mit.
Bei einem weiteren Freund wissen wir das Geschlecht noch nicht. Er besitzt Flugel und besucht uns jeden Abend in dem Baum vor unserer „Zelle“. So etwas haben wir noch nicht gesehen. Deutsche Vogel sind dagegen hoflich, weil sie erst 6 Uhr morgens „aufwachen“. Aber dieser penetrante Freund fangt nicht erst morgens an, sondern schon abends! Er schafft es mit einer ungeheuerlichen Ausdauer, in regelmassigen Abstanden (aller 0,8 Sekunden) einen lauten quitschenden Ton hervorzubringen. Klingt wie ein ungeolter Gartenzaun. Dabei hangt er kopfuber an einem Ast und presst durch den Druck seiner immer wieder aufbaumenden Flugel einen Hall aus seinem Brustkorb. Glucklicherweise ist er noch nicht an meine Tschenlampe (die grosse Variante) gewohnt, so dass er bei meinem Scheinwerferstrahl doch den Ruckzug antritt. Das Problem ist aber, dass er sich genau in diesem Baum hauslich eingerichtet hat und er deshalb nach kurzer Zeit wieder zuruckkommt.
Diesen Ton konnen wir aber verkraften, da er normalerweise doch gegen 23 Uhr aufhort (mit Ausnahme der letzten).
Mein Ziel samtliche Sicherheitsleute mit Namen zu kennen, habe ich noch nicht erreicht. Ihr erinnert euch vielleicht daran: Arbeit kostet nichts. Demzufolge gibt es nicht einen oder zwei Sicherheitsleute, sondern eine ganze Herrschar. Zwei davon sind Petrus und Rosa. Petrus ist lustig, findet Carmen attraktiv und ist stolzer Besitzer eines KFC-Regenschirmes, den ich ihm am zweiten Tag geschenkt habe. Rosa ist noch eine der hubscheren Security-Frauen, hat aber leider das standige Verlangen zu telefonieren. Was eigentlich nicht schlimm ware, wenn nicht nachts jedes Wort die mit Metallplatten uberdachten Wege so entlanghallen wurde, dass man jedes Telefonat verfolgen kann. Ich weis wirklich nicht, wie man so in sein Telefon schreien kann und uberhaupt so viel erzahlen kann! Bei Mutti denke ich schon immer, dass ich im Klassenzimmer stehe, aber Rosa ist echt der Hammer! Da wir Weisen im Gegensatz zu den Schwarzen nachts Leuchten wie Kerzen, wird sie mich bestimmt erkannt haben, als ich sie gebeten habe, doch woanders zu telefonieren. War schliesslich die vierte Nacht in Fogle! Naja, mal sehen ob sie mich immer noch so nett grusst, wenn ich durch die Kontrolle ins Krankenhaus will.
Weitere Freunde sind eher fluchtige Bekanntschaften. Pakistani, Afrikaner,..., welche entweder um ein Foto mit Carmen bitten oder jede aus meinen Harem fragen, ob sie denn verheiratet ist. Undine sieht in dieser Frage nur einen neuen guten Freund und beantwortet sie stets wahrheitsgemass mit "no". Und dann haben wir sie die nachsten zwei Stunden an der Backe. Letztendlich muss ich dann doch eingreifen und falsche Handynummern unter falschen Identitaten herausgeben. So sind wir keine Deutschen mehr, sondern Spanier und ich heisse Miroslav. Denn letztendlich brauchen wir keine neuen Autos, Kuhlschranke, Fotos oder Manner, welche dem Wohlfahrtsverband Germany beitreten wollen. Ist aber in Wirklichkeit noch ein wenig lustiger als dies hier vielleicht scheint!
Themawechsel.
Wie wurdet ihr euch vorkommen, wenn ihr als Arbeitgeber Aufgaben verteilt und wissen wollt, bis wann sie erledigt sind und als Antwort kommt: maybe (vielleicht) today or tomorrow or next week oder maybe gar nicht. Willkommen im Land des „maybe“. Hier ist alles maybe. Das Benzin in der Tankstelle, ausgehandelte Termine mit Klienten oder Offnungszeiten- einfach alles. Dies verleitet naturlich dazu, sich ein wenig von dieser Gelassenheit anzueignen. Ok, ich weis schon jetzt, dass ich mich nicht mehr aufregen werde, wenn der Bus in Dtl. zwei Minuten spater kommt oder ich an der Kasse etwas langer warte – zumindest in den ersten Tagen. Aber so ist es ja kein Wunder, dass solche Lander nicht richtig in Gang kommen. Es ist nur schade mit ansehen zu mussen, dass das Land als Ganzes grosses Potential hat. Tourismus (vielleicht nicht im aussersten Norden) und Bodenschaetze sind nur zwei grosse Posten. Eine Schicht von mittelstandischen Unternehmen gibt es noch nicht wirklich. „Kleinen“ Unternehmern den Weg nach oben zu erleichtern und ihnen dabei zu helfen, ihr Unternehmen besser in den Griff zu bekommen, ist die Aufgabe meiner Praktikumseinrichtung (SMEs Compete). Wir reden viel mit Kunden uber deren Probleme, Ziele und Vorstellungen und versuchen ihnen zu helfen > Unternehmensberatung. Das lustige daran ist, dass wir kein Geld „verschenken“, jedoch die Dienstleistung in allen Fallen fur die Kunden kostenfrei ist. Das Geld kommt vom DED (Deutschen Entwicklungsdienst und nationalen namibischen Sponsoren). Also im Endeffekt euer Geld, was ich hier verpulvere:-) Aber so seht ihr wenigstens, wofur es verwendet wird. Wenn ihr das ungerecht findet, dann wahlt einfach zur nachsten Wahl die FDP. Der Herr Niebel wird dann als zukunftiger Aussenminister dafur sorgen, dass sein „Entwicklungsministerium“ R.I.P. ist und somit auch die Forderung von jungen Unternehmern in Namibia.

Ansonsten haben wir uns bisher gut erholt – vor allem letztes Wochenende. Da waren wir in einer kleinen grunen Oase mit Swimmingpool und Sonnenliegen und haben einfach nur die namibische Sonne genossen. Wir mussen so langsam aber sicher auch an unsere Hautfarbe denken, die noch immer so aussieht wie vor zwei Wochen. Abends passiert bei uns nicht mehr allzu viel. Durch die Zeitumstellung sind wir wieder mit euch gleich gleichgezogen und haben abends eine Stunde langer naturliches Licht. Essen, duschen (kalt), quatschen und ein wenig lesen reicht dann schon. Wir haben immer recht viel Spass. Ein einfaches Kartenspiel (@ Lars und Susi) wurde das abendliche Unterhaltungsprogramm jedoch um einen grossen Teil erweitern. Glucklicherweise sind die letzten beiden Nachte wieder kuhler gewesen (ca. 15 Grad), so dass wir wieder in unseren Schlafsacken traumen konnten.

Derzeit stort mich hier nur noch wenig. Also die Arbeitsmoral betrifft mich ja nur indirekt und der Brandgeruch wird durch die mittlerweile zu Ende gegengangene Messe auch weniger. Jetzt kommt aber ein neues Problem hinzu. Ich brauche NACHRICHTEN! Also so richtige mit meiner Lieblings ZDF und N24 Moderatorin. Man ist hier wirklich informatorisch abgeschottet. Ausserdem verbringe ich meine Zeit im WWW immer damit, euch ellenlange Artikel zu schreiben, statt mein Bedurfnis nach Informationen zu befriedigen:-)
Deshalb werde ich fur die kommende Woche diese Aufgabe an meine Mitbewohner ubergeben und hoffen, dass sie diese genauso verantwortungsbewusst ausfuhren (*bekomme gerade einen kleinen Lachanfall uber mich selbst*).

So, mal sehen ob ich meine Betreuerin heute noch einmal sehe!?

Arividerci
Miroslav

Montag, 6. September 2010

RUFT UNS AN! :0)

Wir haben eine tolle Variante gefunden um mit euch kommunizieren zu koennen. Es gibt eine Vorwahl bei der ihr pro Minute lediglich 9 Cent bezahlt. Diese lautet: 01042. Um uns zu erreichen waehlt ihr: 01042 (00)264 (0)816333006. Bei den Nullen in Klammern sind wir uns nicht sicher ob ihr diese mitwaehlen muesst oder nicht. Probiert es einfach aus. Wir freuen uns auf eure Anrufe! :)

Die Mittagspause ist jetzt vorbei, so dass wir euch jetzt leider keinen grossen Bericht schreiben koennen.

Seid alle lieb gegruesst

Donnerstag, 2. September 2010

Dr. Machokoto our Teacher (unser Lehrer)

Nachdem wir schon ein paar mal versucht haben das Internet des Hospitals zu nuzten um euch schreiben, was leider immer an der namibischen Zeit und Arbeitsmoral scheidert, hatten wir heute endlich Glueck.
Unser Tag beginnt in der Regel 8 Uhr morgens (namibische Zeit -d.h. so viel wie 9.30). Die Zeit vertreiben wir uns mit Vokabeln lernen oder mit netten Unterhaltungen (nennen wir es Kommunikationsversuche) zwischen Schwestern, Patienten und uns. Wenn die Aerzte dann alle das Hospital erreicht haben, beginnen wir mit einer kurzen Visite. Wobei uns Studenten gerne etwas erklaert wird und wir meist einen Vortrag ueber vers. Krankheiten (Hernie, Hydrozephalus, Schilddruesenerkrankungen, Albinismus, Tuberculose) erhalten. Die Kommunikation mit den Patienten ist hier schwierig, es sei denn sie sind jung und relativ gut gebildet. Ansonsten muessen die Schwestern uebersetzen, wobei viele Infos fuer die Patienten als auch fuer die Aerzte verloren gehen oder nicht verstanden werden. Danach gehen wir in das Outpatient-Department (Patientenaufnahme oder Kontrolle). Dabei passieren wir den Warteraum, der so voll ist, dass wir z.T. ueber die Patienten drueber steigen muessen. Hier sitzen die Patienten nicht nur auf Stuehlen sondern auch auf dem Boden, auf Pappen oder auch einfach im Dreck. So umfangen einen manchmal auch diverse Gerueche.....(nicht nur Schweiss).
Trotz allem gefaellt uns die Mentalitaet der Menschen hier sehr. So wird man von jedem herzliche begruesst und in ein kurzes Gespraech eingebunden. Mit unserem Doc haetten wir es nicht besser treffen koennen, denn er erklaert uns alles sehr ausfuehrlich und laesst uns viel ausprobieren. Keine Angst, er zeigt uns alles vorher und ist stets dabei. So hatte Julia bereits die Gelegenheit bei einer Penisvorhautentfernung als 1.Assistenzarzt zu helfen. D.h. so viel wie schneiden, Klemmen halten, tupfen, Verband anlegen usw.
Jeden Mittwoch finder der OP Tag statt. Dabei darf immer einer von den Famulanten als 1. Assistenzarzt helfen. So durfte ich gestern bei einer Blinddarm-OP assistieren. Von solchen Taetigkeiten kann man in Deutschland selbst im PJ nur traeumen. Wir sind also total happy.
Als wir mal wieder warteten, nutzten wir die Gelegenheit um uns von einem einheimischen Arzt und Schwestern ein paar Worte Oshiwambo zu lernen.
Leider muessen wir jetzt aufhoeren, da die Bibliothek heute anscheinend eine halbe Stunde eher schliesst. :)))
Liebe Gruesse, Julia und Undine

Mittwoch, 1. September 2010

Hintergrundinfos

Nachdem ihr euch an den ersten Bildern erfreuen konntet (ubrigens alle selber fotografiert), folgt wieder ein kleiner Bericht. Ich hatte die Bilder direkt von der Kamera kopiert und erst im hinterher gesehen, wie schon sie eigentlich sind.
Julia und Undine hatten gestern ihre erste OP. Um welches Korperteil es ging, sagen sie euch selber – ich bekomme jedenfalls immer Phantomschmerzen bei dieser Region. Die beiden erleben sehr viel, haben wohl auch sehr nette Betreuer, die ihnen alles erklaren (zum Leidwesen der Schwestern). Aber wirklich Stress haben die beiden genauso wenig. - Wie bei mir, auch wenn nichts tun anstrengender sein kann, als „viel tun“. Jedenfalls bekomme ich immer eine Krise, wenn der Postgang 30 min dauert, weil die veehrte Frau hinter dem Schalter ihren riesen Hintern nicht in Bewegung setzt. Von diesen riesen Hintern (was aber nicht bose gemeint ist) gibt es hier eine Menge. Ist wahrscheinlich eine Art Wohlstand ein Hohlkreuz und solch einen riesen A... zu haben, dass man damit kellnern kann. Naja, dafur haben die ein Rhythmus im Blut, davon traumen manche Tanzer;-) Uberall wo Musik lauft wird getanzt. Ausserdem gibt es auch eine Menge schlanker, gut aussehender Frauen (Lederstiefel, Minirock und Jacke mit Pelzkragen bei 28Grad!!)
Aber zuruck zum Arbeitsalltag. Ich war die letzten zwei Tage auf der schon erwahnten Messe. Dort haben wir mit Klienten gesprochen und gesprochen und gesprochen und zur Abwechslung mal irgendetwas geschenkt bekommen und wieder ... Aber nun gibt es wenigstens etwas mehr zu tun – Homepage erstellen, Plakate erstellen, Computernachhilfe,... Aber naturlich alles mit einem Zeitplan, der in Deutschland noch dafur reichen wurde, seinen Jahresurlaub auf Mallorca zu verbringen:-)) Wir nehmen uns daran kein Beispiel und verbreiten deutsche Arbeitsmoral! Denn eines verstehen die hier nicht (oder wollen es vielleicht nicht): fur unseren „Reichtum“ mussen wir eine Menge mehr arbeiten, als dies hier ublich ist. Im Endeffekt sind wir trotzdem die gut gebildeten reichen Deutschen.
Woran ich mich absolut nicht gewohnen kann ist der Brandgeruch, welcher standig und vor allem auf meinem Heimweg in die Nase steigt. Glucklicherweise ist es hier sehr windig, so dass der Geruch schnell verfliegt, dafur einem aber der Dreck und Sand um die Ohren fliegt. Unser Auto sieht schon jetzt aus wie ... Aber - ich muss es am Ende nicht sauber machen, zahle nur umgerechnet 3 oder 4 Euro fur die Endreinigung. Da beginnen dann min. 5 Leute die Kiste von oben bis unten zu „cleanen“. Dies ist der grosse Unterschied zu Dtl.: Arbeit kostet „nichts“ und ist billiger als eine Maschine.

Mucken gibt es leider zu viele. Ohne Netz ware die Nacht grauenvoll. Wir haben aber noch nicht einen Muckenstich. Trotz des trockenen Klimas fuhlen die sich anscheinend sehr wohl. Die Luftfeuchte liegt bei 10 bis 20 %! Was das bedeutet, darf Lars und Susi noch erfahren: sprode Lippen und in der Nase – ich lass die Beschreibung lieber:-) Dafur trockenet alles in kurzer Zeit. Ich werde noch ein kleines Experiment durchfuhren um zu testen, wie schnell Wasser verdunstet. Das werde ich naturlich auch noch einmal zu Hause wiederholen. Ich konnte es auch berechnen, dass macht aber noch lange nicht so viel Spass:-) Ein weiterer Vorteil dieser trockenen Region ist es, dass man nicht wirklich schwitzt – zumindest solange man "arbeitet":-))
Vegetationsmassig bin ich selber ein wenig uberrascht. Wir haben die Savannen (Dornbusch und Baumsavanne) anscheinend hinter uns gelassen und befinden uns in einer „Palmensavanne“. Vegetation war noch nie mein Ding, deshalb muss sich Susi (Biologiestudentin) gut vorbereiten. Ich will vieles wissen!
Palmen wachsen hier uberall. Die wachsen aber einzeln wie auf kleinen grunen Inseln. Dazwischen liegt purer Sand, welcher jedoch hell ist und nicht rotlich wie in der Namib oder der Kalahari.
Mit Ausnahme des Gebaudes in dem ich arbeite und dem ortlichen Teil der Windhoek-University gibt es kein Gebaude, was mehr als ein Stockwerk besitzt. Alles eingeschossige Bauweise! Die Hauser liegen weit auseinander. Gut, in Deutschland wurden wir es nicht Hauser nennen, nennen wir sie deshalb Behausung oder in vielen Fallen Hutten. Laut Definition sind Hutten Behausungen, welche aus einem Material bestehen. In diesem Fall: Wellblech. Meistens sieht man das Behausungsmaterial nicht mehr, da alles bunt angemalt ist. Mich erinnern die Gebaude immer an eine Folge aus „Eine schrecklich nette Familie“, in der Al und seine Familie in Mexiko gefangen sind. Die haben die gleichen Behausungsformen. Vati wird mir naturlich widersprechen, denn er kennt Mexiko-City mittlerweile besser als Dresden. Aber! – du warst noch nicht auf dem Land;-) Auf dein Kommentar warten wir ubrigens noch (wie geht es dir?).
Bevor ich mich heute auf meinen 15minutigen Ruckweg mache, treffen wir (Julia&Undine) uns an der Messe. Nachdem ich Julia gesagt habe, dass es dort viele Handtaschen gibt, wurde Ongwediva Nussloch gleichgesetzt (fur diejenigen, welche gerade kein Grinsen im Gesicht haben, empfehle ich Mario Barth).

Wird also noch ein langer Tag heute.
Falls ihr aber denkt, dass ich die letzten vier Stunden damit verbracht habe, euch diesen Roman zu schreiben, liegt ihr falsch. Ich sammel meine und unsere Gedanken uber den ganzen Tag und schreibe immer einen Teil in der Mittagspause. Und die geht mindestens eine Stunde:-) Julia & Undine werden ihre Erfahrungen und hoffentlich erfolgreichen Operationsberichte selber verfassen.

Wir wunschen euch ein bisschen namibische Sonne und eine gute Wasserverdunstung!

Viele Grusse aus Ongwediva


(Morgen wird erst einmal kein Bericht folgen)

Montag, 30. August 2010

Weekend Report I

Ich sitze gerade wieder an meiner Arbeit - bin mit meiner Wochenaufgabe aber bereits fertig, so dass sich meine Betreuerin "Loide" freut und sie wahrscheinlich sowieso gleich nach Hause geht, weil es ihr nicht gut geht. Naja, schmeiss ich halt den Laden allein - wenn mich die Leute nicht verstehen oder ich deren Oshiwambo (Sprache der Einheimischen) nicht, dann mussen sie morgen wieder vorbeischauen:-)

Ansonsten ist in unserer Gegend gerade ziemlich viel los. Zwischen unseren beiden Arbeitsorten (Oshakati und Ongwediva) befindet sich ein Vergnugungspark, in dem derzeit auch ein grosser Trade Fair Markt ist, auf dem verschiedene Lander Afrikas ihre Innovationen und Produkte vorstellen und verkaufen (= Messe). Ich war selber vorhin mit Loide dort, um Klienten zu treffen. Daraus wurde jedoch nichts, da sich der Premierminister angekundigt hat und der redet anscheinend mehrere Stunden. Aber ihr glaubt nicht wie die Leute herstromen und sich die langen Reden antun wollen. Es verirrt sich anscheinend nur selten ein hoherer Politiker hierher:-))
Dies erklart aber die vielen Militarfahrzeuge auf dem gestrigen Heimweg vom Etosha. Dort war es fantastisch und man wurde wieder an das unendlich weite, schone und tierreiche Namibia erinnert. Samstag beobachten wir eine Elefantenherde (40 Stuck) beim Baden am Wasserloch. Als sich ein halbstarker jedoch daran machte die Distanz zwischen einem (anderen) beobachtenden Fahrzeug von geschatzten 15m auf 3m zu verkleinern, traten dann doch einige Fahrzeuge den Ruckzug an (inklusive unserem). Obwohl unserer "Elefantenrollschuh" (=VW Polo) wahrscheinlich fur einen schweigenden Artgenossen gehalten wird. Ein weiteres Highlight folgte am Wasserloch des Camps. Den trinkenden Lowen hatten wir leider verpasst, dafur kamen im dunkeln 10 Nashorner! Nashorner gehoren zu den Big Five und sind ausserst selten. Ich hatte 2008 schon Gluck eines zu sehen, aber 10...
Hinzu gesellten sich Elefanten und Fuchse. Das Ganze genossen wir unter Beleuchtung in sicherer Entfernung von 25m bei einem kuhlen Windhoek-Lager bzw. einer Coke. Auch am Sonntag gab es einiges zu sehen. Lowen und Leoparden haben wir uns aber fur den nachsten Besuch aufgehoben, sonst wird es ja langweilig;-)

Wieder in unserem Krankenhaus angekommen erfuhren wir von den anderen Deutschen, dass eigentlich zu unserer Wohnung auch ein Kuhlschrank und ein Herd gehort. Wir dachten aber schon jetzt, dass es uns gut getroffen hat. Aber gut, es geht immer besser. Kann man nur hoffen, dass es nicht allzu lange dauert, bis mal einer der Verantwortlichen den Schlussel dafur rausruckt.

Dunkel ist es hier bereits spatestens 18:30 Uhr und 21 Uhr fangt der erste von uns drein an "rumzuningeln", dass er ins Bett will. Dann wird noch einmal auf Muckenfang gegangen und genau geschaut, ob sie ihr Hinterteil in die Hohe reckt (Malaria-infiziert) oder nicht. Bisher haben wir aber keine gefunden und auch die anderen deutschen sagten, dass sie noch keine entdeckt haben. Ware aber auch egal, denn wir haben ja unsere impregmierten Moskitonetze unter denen wir schlafen, unter dem ich unerwarteter Weise doch ganz gut schlafen kann. Vor allem seitdem Julia auch nicht mehr den ganzen Block durch husten wachhalt.

Falls ihr denkt, dass wir euch bereits alles erzahlt haben, liegt ihr falsch. Ich glaube, wir konnten schon jetzt einen Roman fullen. Es sind so viele Eindrucke die wir jeden Tag aufs neue einfangen. Das Land ist gepragt durch Gegensatze, die man nicht erwartet. Es wird schwer werden auch nur einige davon realitatsnah auf Bildern zu zeigen. Im weiteren Tagesverlauf werde ich noch ein paar Bilder hochladen (spatestens morgen).

Jetzt ist erstmal Tea Time:-)

Liebe Grusse


@ alle: wer einen Kommentar erstellen will, einfach auf die Uberschrift klicken und ganz am Ende etwas schreiben und auf "erstellen" klicken  (danke fur die bisherigen)

@ Mutti: schreib mal per Mail naheres zu Wolfgang
@ Vati: solltest du zu einem Projekt mal nicht in China, Mexiko oder der Antarktis sein, sondern im sudlichen Afrika, sag bescheid, damit ich vorher ein Windhoek-Lager kuhl stelle
@ Detlef & Petra: Julia wird euch heute versuchen telefonisch zu erreichen; wir hoffen, dass ihr gut mit unserem Problemkind zurechtkommt und er euch nicht allzu stark zu schaffen macht
@ Lars & Susi: schon einmal damit abfinden, dass nur eines von beiden geht: Okavango oder Etosha. Die Entfernungen sind einfach zu riesig und und die Zeit zu wenig.
@ Christian: du sagst bescheid, ob du bald wieder ein Student bist!

Freitag, 27. August 2010

NaBoSu- Namibia, Botswana, Südafrika: long message

Kommentar der Doctors :)

Nachdem uns Erik schon viel vorweggenommen hat, wollen wir, die gestressten Doctors auch noch was erzaehlen.
Unser erster Tag sollte 7.30 beginnen. Jedoch machte uns die namibische Zeitrechnung einen Strich durch die Rechnung. (Ein Sprichwort sagt: Die Afrikaner haben die Zeit erfunden, die Europaeer die Uhr.) So ging die Besprechung doch erst 9.00Uhr los - oder sollte man eher sagen 9.30? Denn da kamen die letzten Aerzte in den Besprechungsraum. Es wurden vers. Vortraege zu unt. Themen (Meningitis, Schlangenbisse) gehalten. Die meisten Aerzte verstehen wir ganz gut. Zwischendurch gab es die Tea-Time (Teepause). Ausser uns gibt es neun weitere deutsche Famulanten, die uns mit Rat und Tat zur Seite stehen. Danach sprachen wir mit Dr. Dennar ueber unsere Stationswahl. So werden wir die ersten zwei Wochen in der Chirurgie und die letzten zwei Wochen in der Anaesthesie verbringen. Am Mittwoch werden wir mit zur Visite auf die AIDS und TBC Station gehen (keine Angst - wir schauen nur). Daraufhin gingen wir gleich mit in den OP, der sehr viel leichter zugaenglich ist als bei uns. Allgemein sind die hygienischen Zustaende bedenklich. Die Aerzte hier haben das selbe Wissen wie deutsche Aerzte, nur fehlen viele Mittel und Materialien. Der Arzt, dem wir zugeteilt wurden und der einen fuer uns unaussprechlichen Namen hat, ist sehr symphatisch und stammt aus Zimbabwe. Nach der OP sagte er, wir sollen doch am Montag wieder kommen. Er hatte aufgrund vieler Patienten keine Zeit uns heute einzuweisen. So hatten wir genuegend Zeit bei einem Burger und endlich mal wieder Kaffee unsere Eindruecke zu verarbeiten.

Einen kleinen Freund haben wir auch schon gefunden - er heisst Owen und ist vielleicht 6 oder 7 Jahre alt. Er freute sich riesig, als Erik gestern Abend mit ihm Fussball spielte.

Wir fuehlen uns hier auf dem Gelaende sehr sicher, es wird rund um die Uhr bewacht. Die Wachmaenner und auch alle Anderen sind sehr nett und sind immer zu einem Gespraech aufgelegt. Auch so begegnet man hier einer voelligen anderen Mentalitaet (die Menschen singen in der Waschkuechen oder auch auf der Strasse).

Liebe Gruesse von den "gestressten" Doctors.

Sorry, dass alles unterstrichen ist, wir haben keine Ahnung wie man das weg kriegt. :)
Ach ja, an alle Daheimgebliebenen - wir haben euch lieb.

long message

... ich bin allein im Buro und habe den Computer fur mich, den die einzige Angestellte mit mir teilen muss. Darf aber immer surfen, wenn sie ihn nicht braucht. Surfen ist aber leicht ubertrieben  - uber "UMTS-Stick in namibisch":-)

Aber erst einmal zuruck. Ich hoffe ihr nehmt mir die Schreibweise der Umlaute nicht ubel. Englische Tastaturen sind ein wenig anders als deutsche.

Nachdem wir eine Nacht in Windhoek geschlafen haben, sind wir am Dienstag zum Waterberg-Plateau aufgebrochen und haben ihn noch am gleichen Tag bestiegen. Als die Italiener endlich verschwunden waren, konnte man auch den herrlichen Ausblick geniessen! Als die Sonne anfing unterzugehen und das hallende Geschrei der Paviane doch ein wenig unheimlich wurde, stiegen wir ab. Wobei es sich hier lediglich um kleine Routen handelt (30 min). Zeit zum beobachten der Klippschliefer - dem nachsten lebenden Verwandten des Elefanten (aber so gross wie Katzen) - nahmen wir uns trotzdem. Zum Gluck hatten wir unser Zelt schon vorher aufgebaut, denn bei unserer Ankunft ist es bereits dunkel geworden. Leider konnte ich den Benzinkocher nicht mehr in Gang bringen, so dass es noch einmal Brotchen und Toast mit Kase gab.
Nach einer Nacht mit vielen ungewohnten Gerauschen und grasenden Hasen und Damara-Dik-Diks (gleichen unseren Rehen) neben dem Zelt, wachten wir durch das "Geschrei" von Perlhuhnern auf.

Danach folgte ein ziemlich grosser Ritt bis nach Oshakati - uber 500km, allerdings auf geteerter Strasse.
Im Flugzeug sagte mir meine Nachbarin zu dem Gebiet Oshakati - that's not Namibia, that's Africa. Naja, nicht ganz gelogen:-) Aber ihr konnt beruhigt sein. Die Infrastruktur ist zwar schlechter (Spar gibt es trotzdem um die Ecke), aber es absolut sicher. Unsere doch recht grosse Wohnung werden wir heute noch einmal wechseln. Wir schlafen zusammen mit den kubanischen Arzten.
Die Zustande in dem Krankenhaus (KH) sind zwiespaltig -  so wie alles hier. Mal neue Gebaude, mal barakenahnlich. Auf den genauen Bericht musst ihr euch noch gedulden, denn die beiden doctors arbeiten derzeit noch. Ich auch, aber wahrscheinlich ein wenig entspannter:-) Es ist heute unser erster Arbeitstag, denn gestern war Feiertag.

Unser neuer VW-Polo (angeblich nur 5.000 km bisher) wird uns morgen durch den Etosha tragen. Einige Giraffen gab es schon am Strassenrand, neben den vielen Warzenschweinen, Kuhen, Ziegen und Affen.
Dort werden wir eine Nacht schlafen. Eine Nachricht wird also erst wieder am Montag erschienen (wahrscheinlich). Hoffentlich kann ich im KH mal ein paar Bilder laden.

Wir haben uns gut eingelebt, Linksverkehr ist kein Problem mehr, die Hitze geht und nachts schlafen wir unter unseren Moskitonetzen. Ansonsten kreisen uber der Stadt unentwegt MIG's. Es ist also wirklich sicher:-)

Ihr konnt beruhigt schlafen.

Liebe Grusse aus Afrika


(habe vorhin eine elektrische Kochplatte gekauft - heute gibt es?                      ... richtig Spaghetti

Dienstag, 24. August 2010

Ankunft gegluckt

23.08., abends

Hallo ihr Lieben,
die erste Nacht und der erste Tag sind bereits vorbei. Zumindest die Nacht verging nicht wie im Flug - der Tag schon.
Bevor der Flug allerdings begann, versorgte uns Undines Schwester mit vorzuglichem Kartoffelsalat, Wurstchen und gebackenem Pflaumenkuchen.
Flug: Gewitter in der ITC, schlechte Sitze, dafur aber ein nettes "staff" und eine unterhaltsame Nachbarin, die mir glucklicherweise einen halben Fensterplatz verschaffte. Leider wollte die junge Afrikanerin lieber deutsch uben, anstatt mit mir englisch - naja whatever:-) Flug endete uberpunktlich 4:45 Uhr (MEZ), so dass wir leider im dunkeln ankamen. Danach ging es quer ubers Rollfeld zu den skeptischen Zollbeamten. Dieser fuhrte auch mal einen 3-Minuten-Arbeisstop ein, weil die Zweierreihe nicht ordentlich genug war.  Rums-Rums - Stempel ist drin; es folgte der (kurze) Weg zum Gepackband, an dem wir auf zwei ubergrosse Mullsacke und einen Koffer warteten (die wieder einmal vom Flughafenpersonal in F per Hand ins Flugzeug verladen werden mussten).
1,5 h spater dusten wir in einem VW Polo Richtung Haupstadt. Solch eine Ausfuhrung durfte selbst Lars noch nicht gesehen haben - klein, Fahrer rechts, hupende Zentralverriegelung, aber dafur einen Aux- und USB-Anschluss! @Lars: bring bitte ein Aux-Kabel fur den iPod mit (an beiden Enden Klinkestecker).

In Windhoek wurde eingekauft - Food und Textilien, nachdem mein Chef im Hauptburo der Meinung war, dass nur mit langarmeligen Hemden gearbeitet wird. Naja, den sehe ich nie wieder, die beiden Mitarbeiter in Ongwediva sollen um ein vielfaches freundlicher sein. Aber "gut", dass ich ihn vorher extra uber die Kleiderordnung befragt habe...
Meine zwei Damen - wenn ich Julia als meine Freudin vorstelle, ist Undine automatisch meine Schwester:-) - haben sich super eingewohnt. Nur beim Strassenuberqueren heisst es immer wieder: "in die andere Richtung schauen!".

Morgen geht es weiter auf das Waterbergplateau. Raus aus der Stadt und rein in die Natur.

Liebe Grusse aus der Cardboard Box

P.S. @Oma: ich habe mich leider nicht an deine Vorgabe gehalten und mir doch ein Schluckchen gegonnt. Aber mir geht es gut            ( und Undine auch:-))


es gibt auf englischen Tatstaturen keine Umlaute
ITC=Innertropische Konvergenzzonerund um den Aquator
staff=Personal

Sonntag, 22. August 2010

Kaffeefahrt nach Frankfurt

 So meine Lieben,

ein paar letzte informatorische Dinge, bevor wir uns auf den Weg machen:

Ziel:   Oshakati, Namibia bzw. Ongwediva (meine Arbeitsstelle)
Gepäck: viel zu viel
Flug: 9,5 h
Strecke: ca. 9.000km


Routenverlauf für die ersten Tage:

23.08.      Ankunft, Windhoek
                     Verpflegung kaufen, an die vielen gebräunten Menschen gewöhnen,
                     trockene Luft schnuppern, schlafen in der
                     Card Board Box (mit Pool und Bar)
24.08.      Aufbruch zum Waterberg-Plateau
                     Aufstieg, erste Nacht im Zelt   > die Mütter bitte nicht verzweifeln
                     - ist ein ganz normaler Campingplatz wie in Dtl.
25.08.      Weiterfahrt nach Oshakati (vorbei am Etosha-Nationalpark)
26.08.      Erster Arbeitstag im State Hospital und SMEs Compete

28.08.-29-08.   Etosha NP      -   "begaffen" von Elefanten, Giraffen
                                                    und sonstigem Getier was vor die Linse springt
30.08.       weiter arbeiten

Meine Hoffnung beruht darauf, dass ich einen Internetanschluss im Büro, dem
Gebäude oder der Stadt nutzen kann. Dann kommen natürlich auch erste Bilder.

Bis dahin

Eure 3 Packesel

Dienstag, 10. August 2010

Bald ist es soweit...

Die Haufen in unseren Zimmern werden langsam aber sicher immer größer. Impfungen, Malariaphrophylaxe, internationaler Führerschein, Wörterbuch, Kocher, Töpfe, Versicherungen, Arztkittel ...-  alles ist besorgt. Auch die Route steht, die Flugtickets sind da und die Mietautos gebucht. Je mehr der Abflug näher rückt, desto aufgeregter werden wir und wahrscheinlich auch unsere Familien.
Heute findet ein letztes Beisammensein unserer kleinen aber feinen Gruppe statt.
Ich freue mich, dass wir eine so exzellente Gruppe gecastet haben:-)

Auf einen schönen Abend!

...und es war ein schöner Abend:  dies sind die Teilnehmer (außer das gepunktete Wesen):

Julia - Susann - Undine - Lars - Erik:




Dienstag, 3. August 2010

Willkommen im südlichen Afrika!!

Die nächsten sieben Wochen wird Namibia, Botswana und Südafrika unsere Heimat sein. Wir werden viel über das Leben der Menschen, die Natur und wahrscheinlich über uns selber erfahren.
Unsere Eindrücke werden wir so oft wie möglich niederschreiben, damit auch unsere Lieben in 10.000km Entfernung nichts verpassen. Seid deshalb nicht besorgt um uns, wenn es Tage gibt, an denen wir uns aufgrund der schmalen Internetinfrastruktur nicht melden können.